REFERENTEN MIT VITA

Bildung rein = Armut raus?


Parteien, Gewerkschaften und Stiftungen vertreten übereinstimmend die Meinung, dass der Erwerb höherer Bildungsabschlüsse ein probates Mittel ist, um der Armut zu entkommen. Diese wie ein Mantra vorgetragene Verheißung verhindert eine Auseinandersetzung mit der Frage, ob die daran geknüpften Erwartungen überhaupt berechtigt sind. Dem entsprechend werden die dem Bildungsversprechen abträglichen Faktoren entweder kaum beachtet oder so umgedeutet, dass nicht geglückte bildungsgenerierte Aufstiege als Folge eines individuellen Versagens interpretiert werden können.


Schuldzuweisende Zuschreibungen beruhen zumeist auf Unkenntnis und verstellen den Blick auf alternative Handlungsoptionen. Deshalb ist es dringend erforderlich, dass sich die an der Gestaltung von Bildungsprozessen beteiligten Angehörigen der Mittel- und Oberschicht einen realistischeren Einblick in die Lebenssituation armer Kinder verschaffen.


Einem derart komplexen Thema kann ein Kurzvortrag nicht gerecht werden. Möglich ist aber doch ein Ansprechen einiger zentraler Punkte (beengte Wohnverhältnisse, gesundheitliche Risiken, erniedrigende Erfahrungen, abwehrende Verhaltensweisen) und damit eine Annäherung an die Frage, wie es um das perspektivische Potenzial der im Titel genannten Gleichung tatsächlich bestellt ist.

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