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Gesundheitliche Chancengleichheit – auf Bundes- und Landesebene partnerschaftlich umgesetzt

Abstract zum Vortrag auf dem Symposium „Auswirkungen des sozioökonomischen Status auf die Gesundheit“


Im Jahr 2003 wurde auf Initiative der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und weiterer Partner der Kooperationsverbund „Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten“ gegründet. Die beteiligten Partner erklärten in einer Kooperationsvereinbarung ihre Absicht, sich für das Thema gesundheitliche Chancengleichheit in Deutschland einzusetzen.

Im Jahr 2013 wurde dieser Verbund zum Kooperationsverbund „Gesundheitliche Chancengleichheit“ umbenannt, ihm gehören inzwischen 66 Kooperationspartner an (Stand Juni 2016).

Ziel des Kooperationsverbundes zur Erhöhung der gesundheitlichen Chancengleichheit ist u. a. die Unterstützung von Austausch und Vernetzung beteiligter Akteure, um eine verbesserte Qualität von Maßnahmen und Transparenz der Angebote im Handlungsfeld Gesundheitsförderung insbesondere für sozial benachteiligte Zielgruppen zu erreichen (www.gesundheitliche-chancengleichheit.de). In nahezu allen Bundesländern wurden „Koordinierungsstellen Gesundheitliche Chancengleichheit“ eingerichtet, die als Kontakt- und Vernetzungsstellen den Kooperationsverbund auf Landesebene vertreten. Die Koordinierungsstelle in Bayern besteht seit 2006 (www.zpg-bayern.de/gesundheitliche- chancengleichheit.html; www.gesundheitliche-chancengleichheit.de/bayern/).


Der Kooperationsverbund setzt verschiedene Schwerpunktthemen, die auf Bundes- und Landesebene umgesetzt werden.

Ein Schwerpunktthema ist der im Jahr 2011 ins Leben gerufene Partnerprozess „Gesund aufwachsen für alle“ bzw. seit Ende 2015 „Gesundheit für alle“. Der Partnerprozess hat zum Ziel, für Menschen jeden Alters ein gesundes und chancengerechtes Leben zu fördern. Kommunen werden dabei unterstützt, integrierte kommunale Strategien zur Gesundheitsförderung („Präventionsketten“) zu entwickeln und umzusetzen. Wichtig ist dabei die Förderung der Zusammenarbeit, der fachliche Austausch sowie die Schaffung von Transparenz, um Gesundheitsförderung insbesondere für Menschen in schwierigen Lebenslagen über die gesamte Lebensspanne zu stärken.  


In Bayern sind bereits zwölf Kommunen am bundesweiten Partnerprozess beteiligt. Die Koordinierungsstelle in Bayern unterstützt Kommunen bei der Planung, Organisation und Durchführung von Fachtagungen und Werkstätten im Rahmen des bundesweiten Partnerprozesses. Die Aktivitäten und Schwerpunktthemen der bayerischen Kommunen sind sehr vielfältig, es geht dabei um Gesundheitsförderung und Stadtentwicklung, Schule und Bewegung, Frühe Hilfen, Kita, Migration und interkulturelle Aspekte. Nähere Informationen:

www.zpg-bayern.de/partnerprozess-gesundheit- fuer-alle.html


Ein weiteres Schwerpunktthema des Kooperationsverbundes ist die Qualitätsentwicklung. Im Jahr 2004 wurden die „zwölf Kriterien guter Praxis zur Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten“ entwickelt, die im Jahr 2015 für die Anwendung in der Praxis operationalisiert und in Form einer Handreichung veröffentlicht wurden  

(www.gesundheitliche-chancengleichheit.de/good-practice-kriterien/).

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